Das FÄRBEN mit PFLANZENFARBEN

Woran erkennt man pflanzengefärbte Textilien?

Ganz HARMONISCH und FARBLEBENDIG

  • Pflanzengefärbte Textilien wirken nie grell, auch dann nicht, wenn sie kräftige Farben haben.
  • Sie erscheinen angenehm zurückhaltend, drängen sich nicht auf, unterstützen die persönliche Ausstrahlung.
  • Pflanzenfarben wirken im Miteinander immer harmonisch, die Farben "beißen" sich nicht, ganz wie in der Natur.
  • Pflanzengefärbte Textilien ziehen durch ihre Farblebendigkeit den Blick auf sich.
  • Wolle und Seide, beides tierische Fasern, lassen sich leuchtend und kräftig mit Pflanzenfarben färben. Synthetische Fasern dagegen, wie Polyester und Polyamid, nehmen keine Pflanzenfarbe an. Sie werden ausschließlich mit synthetischen Farben gefärbt.
  • Indigo und Waid und andere gängige Färbepflanzen ziehen auch auf pflanzlichen Fasern wie Leinen und Baumwolle auf. Die Farben erscheinen auf diesen Fasern aber matter als auf Seide und Wolle.
  • Pflanzengefärbte Textilien werden, wenn sie ständig dem Licht ausgesetzt sind, über die Jahre heller. Sie verlieren zwar an Farbkraft aber nicht an Schönheit. Die Lichtempfindlichkeit der Pflanzenfarbstoffe ist dabei sehr unterschiedlich.
  • Pflanzengefärbte Textilien lassen sich durch Säuren und Alkalien verändern, z.B. durch Obstsäuren und Seife. Aber auch hier gibt es Unterschiede in der Empfindlichkeit der Farben. Gewaschen werden sie deswegen mit pH-neutralen Waschmitteln für Seide und Wolle.
  • "Nach Ökotex-Standard zertifiziert" bedeutet nicht, dass das Produkt mit Pflanzenfarben gefärbt wurde.

Der Färbeprozess

Ein SINNLICHES ERLEBEN

Wenn sich die aromatischen Düfte der köchelnden Pflanzensude im Raum ausbreiten, wenn der Griff in den Seidenstoff erste Ideen kreiert, wenn sich bei der Arbeit Farbharmonien klingen und die Seide in satten noch feuchten Farben schimmert  . . .

. . .   dann ist es ähnlich wie beim Malen eines Bildes. Das Miteinander der Farben inspiriert und beflügelt.  Ich verstärke, akzentuiere, gleiche aus, lasse immer wieder neue Farbkompositionen entstehen. Es ist ein stetiges Ringen um Ausdruck und Ausgewogenheit in Farbe und Form.

Vor dem Färben werden die Stoffe bzw. Fasern in eine schwermetallfreie Beizlösung aus Alaun gelegt. Dann wird die Farbe aus dem Pflanzenmaterial nach Vorschrift extrahiert, meist gekocht. Jetzt beginnt der eigentliche Färbeprozess. Durch wiederholtes Eintauchen in die Färbeflotten ziehen die Farben haltbar auf die gebeizten Fasern auf. Beim Färben arbeite ich entweder so, dass sich die Vorstellung vom fertigen Endprodukt allmählich entwickeln darf. Oder aber ich arbeite gezielt und planvoll, um mit ausgesuchten Pflanzen ganz bestimmte Farbtöne und Farbklänge zu gestalten.

 

Mit den Grundfarben Gelb, Rot und Blau lasse ich so durch mehrfaches Überfärben die unterschiedlichsten Farbstimmungen entstehen. Dabei verwende ich in erster Linie altbewährte Färbepflanzen wie Krapp, Rotholz, Reseda, Osage, Birke, Blauholz, Alkanna, Catechu und Indigo. Für besonders haltbare bläuliche Rottöne setzte ich Cochenille ein. Aber auch Pflanzen aus meinem Garten kommen zum Einsatz. So zum Beispiel Färberkamille, Forsythie, Coreopsis, Apfelrinde, Berberitze und andere.

Meine Grundsätze beim Färben und Gestalten

Im EINKLANG mit der NATUR


 

 

Farbe ist die Seele der Natur und

des ganzen Kosmos, und wir nehmen

Anteil an dieser Seele, indem wir das Farbige miterleben.

                                               R. Steiner

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